Mieten oder kaufen? Neue IAZI-Analyse zeigt, was sich Familien in der Schweiz heute noch leisten können.

News – 18. Juni 2026

Wo kann ich mir Wohneigentum leisten? Mieten oder Kaufen? – welche Wohnform ist aktuell die finanziell attraktivere Option? Und wie gross sind meine Chancen, überhaupt eine passende Wohnung zu finden? – Diese Fragen beantwortet die interaktive Analyse von IAZI, die ab sofort auf der Plattform von SRF Schweizer Radio und Fernsehen verfügbar ist. Basierend auf aktuellen Immobilienpreisen, Marktmieten, Finanzierungskosten und regionalen Marktdaten zeigt das Tool für jede Gemeinde der Schweiz auf, wie sich die Wohnsituation für unterschiedliche Haushalte präsentiert.

 

Die Ergebnisse verdeutlichen die Herausforderungen auf dem Schweizer Wohnungsmarkt. Zum Beispiel kann sich eine Familie mit zwei Kindern und einem durchschnittlichen Bruttojahreseinkommen von rund CHF 175’000 eine neue 4.5 Zimmer-Eigentumswohnung nur noch in rund der Hälfte aller Schweizer Gemeinden leisten. Die erschwinglichen Standorte befinden sich dabei überwiegend in ländlichen und peripheren Regionen. Grundlage der Berechnungen sind die Tragbarkeitsrichtlinien und Eigenkapitalanforderungen der Banken. Demnach dürfen die jährlichen Wohnkosten, bestehend aus kalkulatorischen Zinsen, Amortisation und Unterhalt, höchstens rund ein Drittel des Bruttoeinkommens betragen. Daraus ergibt sich für die dargestellte Familie einen maximalen Kaufpreis von rund CHF 1 Mio. bzw. dem 5.5-Fachen ihres Jahreseinkommens, bei einem erforderlichen Eigenkapital von CHF 200’000.

 

Die Analyse beantwortet in drei Schritten die wichtigsten Fragen rund um die Wohnkosten:

  • Wo kann ich mir eine Wohnung leisten? Für jede Schweizer Gemeinde wird berechnet, ob ein Haushalt die finanziellen Voraussetzungen für Miete oder Eigentum erfüllt unter Berücksichtigung der Tragbarkeitsrichtlinien und Eigenkapitalanforderungen.*
  • Mieten oder Kaufen? Was ist attraktiver? Die Wohnkosten von Mieterinnen und Mieter aber auch von Eigentümerinnen und Eigentümer werden über einen Zeitraum von zehn Jahren miteinander verglichen. Dabei zeigt sich: In vielen Städten und touristischen Regionen ist Mieten derzeit günstiger als Kaufen. In zahlreichen ländlichen Gemeinden kann Eigentum hingegen finanziell attraktiver sein.
  • Wie gross ist das verfügbare Angebot? Zusätzlich weist die Analyse die Marktverfügbarkeit von Miet- und Eigentumswohnungen aus. Denn selbst wenn eine Wohnung finanziell tragbar ist, bleibt die Suche häufig schwierig, wenn nur wenige Objekte ausgeschrieben werden.

Einflussfaktoren der Analyse: Die Analyse berücksichtigt sowohl Neubauwohnungen als auch ältere Objekte aus dem Baujahr 1990 und zeigt, wie stark sich Wohnungsgrösse, Alter und Standort auf die Erschwinglichkeit auswirken.

Immobilienexperte Donato Scognamiglio zu Gast bei SRF

 

Anlässlich der Publikation der Analyse steht Donato Scognamiglio, Verwaltungsratspräsident und Mitgründer von IAZI, am 18. Juni in der Hauptausgabe der SRF Tagesschau Rede und Antwort. Als einer der profiliertesten Schweizer Immobilienexperten wird er die aktuellen Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt einordnen und die Ergebnisse der Analyse erläutern.

Sie möchten wissen, was Ihr eigenes Objekt wert ist?

 

Die Analyse liefert eine erste Orientierung auf Gemeindeebene. Wer eine individuelle Einschätzung für eine konkrete Liegenschaft sucht, wird auch bei IAZI fündig. Mit den IAZI Hedo-Bewertungsapplikationen können Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Kaufinteressierte den Marktwert eines konkreten Objekts schätzen lassen. Für weiterführende Fragen stehen die Immobilienexpertinnen und -experten von IAZI gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns.

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* Die SRF Analyse berücksichtigt die Anforderungen an die Tragbarkeit und das Eigenkapital unabhängig voneinander. Das bedeutet, dass lediglich geprüft wird, ob die eingegebenen Einkommens- und Vermögenswerte die jeweiligen Richtlinien erfüllen. Liegt das eingegebene Vermögen über dem erforderlichen Eigenkapital, wird für die Analyse dennoch nur das tatsächlich geforderte Eigenkapital berücksichtigt. Ein darüber hinausgehender Vermögensanteil fliesst nicht zusätzlich in die Berechnung ein. Dadurch kann es in einzelnen Fällen zu Abweichungen gegenüber anderen gängigen Hypothekenrechnern kommen, die überschüssiges Vermögen in die Berechnungslogik einbeziehen. 

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